ramona weyde portrait vor einem mirabellenbaum

Sommerpost – 5.August 2026 | #WMDEDGT

Damals, als die Bloggerszene noch aktiv war, hat Frau Brüllen die Kategorie #wmdegt ins Leben gerufen. Das Kürzel steht für „Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag“ und ist ein Aufruf zum klassischen Tagebuchbloggen. Am Ende des Tages hat man dann seinen Blogbeitrag bei Frau Brüllen verlinkt. Sie gehört zu den Blogs, die noch aktiv sind. Also lasse ich mich heute inspirieren und mache mit bei #WMDEDGT.

Was machst du eigentlich den ganzen Tag – #WMDEDGT

Seit Anfang der Woche haben wir hier in Bayern Sommerferien. Alle Kinder sind zu Hause (das sind noch zwei, die hier leben), der Mann arbeitet Tagsüber im hausinternen Büro, was wir uns eigentlich teilen. Seit er vermehrt Kurse für WBS gibt, arbeite ich flexibel am Küchentisch oder nachmittags – eine Situation mit der ich zunehmend unzufrieden bin. Als schauen wir mal, was der Tage heute so bringt. Ich habe eine grobe To-Do-Liste an meinem Platz liegen.

Vom Frühstück in den Vormittag

Nachdem ich gestern Abend lange unterwegs war zu einem Essen mit meiner Gemeindebrief-Gang (ich layoute und setze den Gemeindebrief für unsere Kirchgemeinde) und erst um 0:30 Uhr im Bett, dachte ich, dass ich heute ausschlafe. Aber die Wärme und Biologie haben mich dennoch um 7:45 Uhr geweckt. Also bin ich aufgestanden und habe mir ein gemütliches Frühstück gemacht.

Scrambled Tofu und Supplements zum Frühstück

Scrambled Tofu

Zum Frühstück mag ich derzeit gern Scrambled Tofu – eine Inpsiration, die ich mir letztes Jahr aus Baden Baden mitgebracht habe. Und den mache ich so:

  • einen halben Block weissen Naturtofu (ca 100g) verbröseln oder mit einer Gabel zerdrücken und in einer Pfanne ggf mit etwas Öl anbraten
  • nach Belieben ein paar Champignons dazugeben. Heute hatte ich 2 kleine Champignons und eine Lauchzweibel dabei.
  • mit etwas Kreuzkümmel, Kurkuma und Paprikapulver würzen. Wenn du Eigeschmack dabei haben willst, nutze noch etwas Kala Namak.
  • Zwei großzügige Esslöffel Sojaquarkalternative hinzugeben und unterrühren. Das Ganze bekommt dann eine Rührei-Konsistenz. Wir nehmen am liebsten Sojaquarkalternative (die von Alnatura), weil sie nicht so flüssig ist und einen guten Geschmack macht.
  • Das Ganze dann mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu Vollkornbrot servieren.

Ich hatte heute zwei dünne Scheiben Dinkelvollkornbrot mit Avocado, Scrambled Tofu, Gurken- und Tomatenscheiben und ein Schälchen Blaubeeren. Das Frühstück bringt meist so um die 32g Protein, was ich einen guten Start in den Tag finde. Für extra Ballaststoffe habe ich noch einen Teelöffel Leinsamen unter den Tofu gemischt. Ausserdem trinke ich morgens meinen Fitline-Powercocktail mit Omega 3 Öl, nehme Aminosäuren und einen Tropfen Vitamin D. Eine Tasse Earl Grey mit einem Schuss Haferdrink gehört zu meiner heiligen Alltäglichkeit. (Unser Thema im zweiten Impuls des August Artjournal) Mein Essen tracke ich (unregelmässig) in der Yazio App. Dort sehe ich, auf wieviel Protein und Ballaststoffe ich komme und bekomme ein Gefühl für die Mengen und Werte.

Morgenseiten mit Journaling Karten.
Spielerei im Mini-Artjournal. Das hab ich neu begonnen.

Während ich meinen Tee trinke, schreibe ich in meinem Journal. Heute nutze ich einen Schreibimpuls aus dem Kartenset Journal to the Self, was ich mir auf dem Journaling Barcamp vor zwei Jahren gekauft habe und sehr liebe. Danach spiele ich noch ein bisschen im Artjournal, bevor ich den Laptop aufklappe und mich meiner Arbeit widme. Manchmal löse ich auch Sudoku oder lese ein bisschen.

Vormittagskram in der Email-Inbox

Eigentlich wollte ich heute zur Seelsorge ins Pflegeheim fahren. Der Sohn hat jedoch spontan einen Arzttermin bekommen, also gibt es eine kleine Planänderung. Seelsorge verschiebe ich auf morgen. Vielleicht ist es dann auch etwas kühler. Für heute Abend ist ein Gewitter angesagt.

Die verbleibende Stunde bis zum Arzttermin nutze ich also, um Emails zu beantworten und mich um August Artjournal Teilnehmerinnen zu kümmern. Es gibt seit dem Start ein E-Mailchaos, dass mich sehr viele Nerven kostet. Ausserdem hat mir eine Blogleserin geschrieben, dass sich auch der Teekassenlink unter den Blogposts seltsam verhält. Auch das schaue ich mir an.

Dann fahre ich mit dem Sohn zum Arzt. Wir müssen nicht lange warten. Nach dem Arzttermin holen wir noch die Sachen in der Apotheke und fahren wieder nach Hause. Das Ganze hat vielleicht 30 min gedauert.

Eine schnelle Wartezimmer-Skizze im Notizbuch.

Mittagspause

Ich kümmere mich weiter um meine Inbox und danach um das Mittagessen. Heute gibt es vegane Burger aus roten Linsen. Das gab es gestern schon. Wir hatten so viel übrig, dass wir nicht extra nochmal gekocht haben. Für die Jungs habe ich noch einen Nudelsalat gezaubert und in den Kühlschrank gestellt. So haben sie heute Abend ein fertiges Sommeressen. Bei 33 Grad keine schlechte Idee.

Nach dem Mittagessen gönne ich mir den Luxus, lege mich für ein halbes Stündchen in mein kühles Schlafzimmer und ruhe mich aus. Ich bin ziemlich müde – von der Hitze und zu wenig Schlaf. In den letzten Tagen mache ich öfter Mittags ein Päuschen.

Weiter mit der zweiten Schicht

Nach der Pause mache ich mir einen Grüntee und kümmere mich um weitere August Artjournal Email-Problemfälle. Mich nervt die Situation sehr. Empfängerinnen mit gmx, web.de und gmail Emailadressen bekommen meine Emails nicht, obwohl sie in den Logfiles als zugestellt markiert sind. Ich habe damit schon gestern ziemlich viel Zeit verbracht herauszufinden, was das Problem sein könnte. Es ist so, als würde mein Emailserver denen die Email vor die Tür legen und deren Server holt sie aber nicht ins Haus rein und verteilt sie an die Mitbewohner. Scheinbar bin ich dem Server suspekt. Ein Weg wäre, wenn alle mich in ihr Adressbuch aufnehmen, auf ihre Whitelist setzen und meine Emails (wenn denn welche ankommen) als „Kein Spam“ markieren. Ich hoffe, dass sich das Problem bald löst. Bis dahin beantworte ich höflich jede Email und verweise auf Youtube, wo die Impulse ja auch veröffentlicht werden. Doof ist es trotzdem.

Die August Artjournal Impulse können auch auf Youtube angeschaut werden.

Ich gebe zu, dass mich die zunehmende Digitalisierung und Komplexibilität des Ganzen wirklich nervt. So technikaffin und entwicklungsfreudig ich bin, aber irgendwo hört meine Geduld auf. Das beginnt schon mit E-Rezepten auf der Krankenkarte, wo ich nicht mehr mit dem Zettel in der Hand zur Apotheke gehen kann, sondern z.B. erst eine Viertelstunde warten muss, bis das Rezept auf der Karte freigegeben ist, obwohl die Apotheke nur 5 min vom Arzt entfernt ist, und ich den Weg in einem Rutsch erledigen könnte. Mache ich es nicht gleich, vergesse ich es, weil ich keinen Zettel habe, der mich in seiner Präsenz daran erinnert. Genau mit Emailverteilern, Onlineshops, Lernplattformen – alles wird immer komplexer und komplizierter und verändert sich so schnell, dass ich als Dienstleisterin kaum noch Schritt halten kann. Ich fühle mich alt.

(Es ist schon so weit, dass ich darüber nachdenke, mir wieder einen DVD- und CD Player anzuschaffen, um Filme ganz Oldschool von DVD zu schauen statt drei verschiedene Streamingdienste zu zahlen, wo ich dann doch nicht finde, worauf ich Lust habe. Oder Musik auf CD – ganze Alben, wo ich während ich sie höre durch das Booklet blättern und Texte mitlesen kann… ich bin wohl jetzt in dem „hach früher…“ Alter.)

Content-Creation

Genug der Meckerei. Ich schreibe an diesem Blogpost, der länger wird als beabsichtigt. Währenddessen piept die Waschmaschine und will, dass ich die Wäsche entnehme und zum Trocknen aufhänge. Das mach ich dann mal, bevor ich mich ins Büro schleppe (es hat 27 Grad im Haus), um ein weiteres Video für das August Artjournal aufzunehmen. Ich habe im Juli schon alle Intros aufgenommen und muss nun nur noch die Umsetzung filmen. Gestern war ich dafür im Freien an einem besonderen Ort. Weil ich aber mit meiner Videosituation unzufrieden war, filme ich den Rest am Schreibtisch fertig. Mein Motto auch hier immer wieder:

Start where you are.
Use what you have.
Do what you can.

-Arthur Ashe

Die Videos und Fotos lade ich auf meinen Laptop. Morgen schneide ich dann das nächste Video für das August Artjournal. Ich möchte in den nächsten drei Tagen so viele wie möglich fertig bekommen, weil wir am Samstag Besuch bekommen, und ich dann lieber Zeit mit Ausflügen verbringen möchte. Mal sehen, wie weit ich komme. Es ist ja doch jedes Jahr auch ganz schön viel Aufwand.

Vorfreude auf den Abend

Schwupp ist es schon 17 Uhr. Ich mache noch ein mittellanges Yogaset. Ich habe in den letzten Tage wieder Schmerzen im unteren Rücken und Schulter/Nacken Bereich. Kein Wunder – ich sitze viel und bewege mich gerade wenig, weil es so heiss ist. Da fallen einfach meine täglichen Spaziergänge aus. Für meine Yogasessions nutze ich die App von Asana Rebel. Zwar bin ich selbst auch Yogalehrerin und könnte mir meinen eigenen Sets zusammenstellen, aber ich finde es deutlich einfach zum Dranbleiben. Die App hat sehr verschiedene Sets im Angebot. von 5 min Dehnübungen hin bis zu intesivem Fitnessyogaworksouts.

Nach dem Yoga geht’s unter die Dusche. Dann zieh ich mir etwas Schönes an und gehe mit dem Mann aus. Wir sind heut zur Mittwochsmusik in Sonnenhausen – ein Jazzabend in schönem Ambiente, den wir uns gern am ersten Mittwoch des Monats gönnen.

Mittwochsmusik in Sonnenhausen

Bei schönem Wetter draussen – auf Gut Sonnenhause spielen Heinz Dauhrer & Friends Jazziges.
salatteller aus sonnenhausen
Dazu gibt es leckeres Essen vom offenen Feuer – für mich ein veganer Gartensalat.
skizze am tisch
Ich kritzel unser Tischkärtchen voll. Gute Musik, leckeres Essen, schöne Stimmung und Stifte. Ich bin glücklich.
jazzabend mit heinz dauhrer & friends
Die Musiker *innen spielen dem Gewitter davon. Ein herrlich lauer Sommerabend bei guter Stimmung.

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Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine virtuelle Teekasse. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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