Im Januar hat mir die Idee mit dem Grid-Journal (oder auch Boxjournaling) so gut gefallen, dass ich auch im Februar meinen 12. des Monats auf diese Weise festgehalten habe. Zwölf Kästchen. 12 Bilder. Das legendäre 12 von 12. Die Beiträge dieser Reihe sammelt, wie immer, Caro bei Draussen nur Kännchen.
Viel Spaß also mit meinem Tagesrückblick zwischen Fahrdiensten, Arbeit und einem Arztbesuch.
12 von 12 im Februar 2026
Der zwölfte Februar ist in diesem Jahr ein Donnerstag. Gefühlt bin ich durch diesen Tag mit Vollgas durchgerauscht. Naja, fast. Es gab auch eine gemütliche Lesepause, aber leider keinen Spaziergang.

1. Der Wecker klingelt 6:30 Uhr. Noch im Bett meditiere ich, wie jeden Morgen vor dem Aufstehen. Das ist mein kleines Übergangsritual zwischen Tag und Nacht. Dann stehe ich auf. Nach dem Frühstück fahre ich den jüngsten Sohn (im Blog auch bekannt als Sterngucker) zu seinem Praktikum im Supermarkt.
2. Wieder daheim beende ich nicht nur mein Frühstück, sondern auch das Buch „Heated Rivalry“, was mir eine sehr nette Blogleserin ausgeliehen hat (du erinnerst dich vielleicht an mein selbstauferlegtes Buchkaufverbot). In diesem Buch war ich die gesamte Woche verschwunden. 440 Seiten in 5 Tagen. Jetzt hab ich ein wenig Angst, die Serie zu schauen und darin, ähnlich wie bei Lucifer, zu verschwinden.
3. Ich arbeite ein wenig und wecke den Großen (den nicht mehr so kleinen Wolf). Er bekommt Besuch von unserem Erziehungsbeistand (Ein Erziehungsbeistand (gemäß § 30 SGB VIII) ist eine über das Jugendamt gewährte Hilfe, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei Alltagsproblemen, schulischen Schwierigkeiten, Konflikten mit Eltern oder sozialen Ängsten unterstützt. Die sozialpädagogische Fachkraft hilft, soziale Kompetenzen und Selbständigkeit zu fördern). Er war am Tag zuvor schon da und hat mit eine Packung Tee und ein Buch (Katzentage von Ewald Arenz) mitgebracht. Wir haben immer gute Gespräche miteinander.

4. Arbeit am Gemeindebrief unserer evangelischen Kirchgemeinde, wo ich auch im Posaunenchor spiele und zur Seelsorge ins Pflegeheim gehe.
5. Am Vormittag habe ich ausserdem einen Arzttermin. Seit Samstag vor dem Schwimmtraining fühlt sich mein Ohr seltsam an. Mal schmerzt es, mal ist es ein Wattegefühl. Da ich nächste Woche nach Hamburg zum Journaling Barcamp fahre, will ich vorher abklären lassen. ob alles ok ist. Obwohl ich nur mein Ohr checken lassen will, bin ich furchtbar aufgeregt und gestresst. Ich habe Arztangst und finde das jedes Mal wieder eine große Überwindung, Vorsorgeuntersuchung und andere Arztbesuche wahrzunehmen. Der Arzt ist sehr nett und nimmt mich ernst. Er stellt einen Paukenerguss fest und empfiehlt mir (unabhängig von meinem Ohr), mal einen Check-Up Termin auszumachen.
6. Ich fahre zur Apotheke, hole mir die empfohlenen Tabletten und arbeite dann daheim weiter am Gemeindebrief.

7. Zum Mittag kochen wir Pasta mit Spinat-(Hafer)Sahne-Sosse.
8. Nach dem Mittag fahre ich mit dem Wolf zum Friseur. Ich besorge noch schnell einen Gutschein in der Drogerie, denn ich bin im Januar schon Großtante geworden. Meiner Nichte will ich noch eine Willkommenspost schicken und hoffe, dass ein Gutschein nützlich ist. Windeln braucht man ja eine ganze Weile. Den Rest der Zeit warte ich auf der gemütlichen Couch des Friseures und beginne meine kleinen Zeichnungen, die du hier so siehst. Mit der Friseurin unterhalten wir uns kurz und stellen fest, dass der Wolf sein ganzes Leben bei keiner anderen war und wir uns schon seit bald 14 Jahren von ihr die Haare schneiden lassen.
9. Es ist Nachmittag. Eine kurze Verschnaufpause, dann muss ich schon wieder los, um den Sterngucker beim Praktikum abzuholen. Es regnet. Während ich im Auto warte beobachte ich die dicken Regentropfen auf der Scheibe.

10. Zu Hause nutze ich das endlich frei gewordene Büro, um Videos aufzunehmen. Die Videos sind für das Monatsthema im Kreativsalon, wo wir die Unziale schreiben. Der Mann gibt diese Woche Schulungen, weshalb ich vormittags nicht in unser gemeinsames Büro kann. Das stört meinen Arbeitsfluss und ich muss immer wieder flexibel umplanen. Die vielen Fahrdienste diese Woche reissen meinen Arbeitsalltag in Stücke und machen es mir schwer, fokussiert an einer Sache dranzubleiben. Die Situation nervt mich zunehmend. Schon lange überlege ich an einer Lösung herum. Ich sitze viel zu oft am Küchentisch um zu arbeiten.
11. Um 17 Uhr gibt es die monatliche Masterclass im Artist Business Club, wo ich Mitglied bin. Ich bin in mehreren Memberships und finde alle sehr wertvoll. Im Artist Business Club geht es heute um die Learning aus Heides Reels Challenge Ende letzten Jahres. Sie zeigt uns ihre Routinen, ihre Learnings und Auswertungen.
Ich habe den Eindruck, dass es in vielen meiner Business-Räume vermehrt um die Erstellung von authentischem Content geht als Gegenbewegung zu dieser Schwemme von oberflächlichem KI generierten Inhalten. Ein sehr spannendes Thema, weil sich auch das Konsum- und Nutzungsverhalten der Menschen auf den verschiedenen Plattformen und sozialen Medien verändert hat. Es ist jedoch ein Thema, das für meine Selbstständigkeit hochrelevant ist. Denn ohne Sichtbarkeit kann keiner von meinen wertvollen Angeboten profitieren. Das wäre schade.
12. Ich bin hungrig, habe aber keine Idee, was ich essen will. Keine Lust, mir einfach nur ein Brot zu machen, zu wenig Zeit, etwas aufwändigeres zuzubereiten. Also mache ich mir einen schnellen Shake (mit dem Vorteil, dass ich näher an mein Tages-Protein-Ziel komme und unterhalb meiner angestrebten Kalorienmenge bleibe. Ich bin ja noch immer in meiner 90 Tage Fitness Challenge. Halbzeit oder so.) und fahre dann zum Neurodivergenz-Elterntreffen in die Schule, von dem ich erst nach 22 Uhr wieder zurück komme.
Danach gehe ich nicht sofort ins Bett, sondern versacke noch viel zu lange am Handy, wo ich mir Snippets von Heated Rivalry und Interviews mit den Schauspielern anschaue. Ich sag doch – gefährlich!
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