12 von 12 im Januar 2026 | Emotional und intensiv

Zwölf Bilder an einem 12. des Monats – so lautet schon seit Jahren die Regel der Blogreihe 12 von 12. Die Beiträge sammelt (auch schon seit Jahren) Caro bei Draussen nur Kännchen.

Weil ich es nicht geschafft habe, zwölf Fotos zu machen, habe ich in meinem Artjournal kleine Zeichnungen gefertig. Ich habe mit ein Raster angelegt und in jedes der Kästchen ein kleines Bild zum Tag gezeichnet. Diese Art des Journalings, so habe ich neulich erfahren, wird auch Box Journaling genannt. Ich kannte die Technik bisher als Gridjournaling. Ich glaube, beide Begriffe meinen das gleiche: Gestalten auf kleinem Format begrenzt auf einen Rahmen innerhalb eines Rasters. Probier es mal aus. Es macht großen Spaß.

12 von 12 im Januar 2026

Jetzt aber zu meinen 12 von 12 im Januar 2026. Ein Montag nach den Weihnachtsferien.

1. Der Wecker klingelt 6:30 Uhr. Ich stehe auf, mache mich tagfertig und lese die Frage auf meinem Kalender: „Bist du neidisch auf jemanden?“
Den Kalender habe ich mir gekauft, weil ich Fragen liebe, sie oft als Grundlage für Journaling nutze und im Kreativsalon in unsere Monatgsreflexionsrunden oder auch Wochenimpulse weitergebe.

2. Frühstück und Tee. Ich mag einen langsamen Start in den Tag und herzhaftes Frühstück. Heute brate ich mir Räuchertofu und esse ihn auf Dinkelvollkronbrot und Avocado. Dazu gibt es einen Earl Grey mit einem Schuss Haferdrink und meinen Vitamindrink, den ich schon seit über sechs Jahren regelmässig trinke.

3. Der nicht mehr so kleine Sohn geht zum Bus gegenüber von unserem Haus. Draussen ist es noch winterlich verschneit. Er hatte auf Schulausfall wegen Glatteis gehofft, wie es schon zweimal angekündigt wurde, aber nicht eintraf. Die Strassen sind frei.

4. Am Vormittag kommt eine Gutachterin vom Medizinischen Dienst für den Pflegegrad des anderen Sohnes. Wir haben die Krankenversicherung der Jungs gewechselt und damit wird zu unserer Überraschung auch der Pflegegrad neu beurteilt.

5. Zum Mittagessen gibt es Kartoffeln und Karottengemüse, ausserdem Blumenkohl aus dem Ofen mit einen Tahinidip nach einem marrokkanischen Rezept aus dem Buch „Vegan Oriental“ von Parvan Razavi. Wir Erwachsenen fanden es gut, der mitessende mittlere Sohn hat immerhin ein kleines Blumenkohlröschen probiert, hielt sich aber eher an die vertrauten Karotten und Kartoffeln.

6. Kurze Mittagspause. Der Weihnachtsbaum steht noch immer im Wohnzimmer. Ich bin noch nicht bereit, mich von ihm zu trennen. Eh eine absurde Tradition mit den Bäumen. Jedes Jahr wieder.

7. Die Tochter schreibt mir und schickt ein Bild von der Beerdigung ihres geliebten Katers, der schwer krank war und den sie gehen lassen musste. Beim Anblick des Bildes vom Grab kommen mir die Tränen.

8. Kurzer Spaziergang mit dem Mann. Es schneeregnet und ist ungemütlich. Danach fahre ich mit dem mittleren Sohn zum Arzt und lasse ihn bei der Fahrschule raus.

9. Wieder zuhause male ich ein winterliches Bild von unserem Wochenendspaziergang in meinen Leuchtturm-Tageskalender, der dieses Jahr mein Moleskine Pocket Diary ersetzt.

10. Die Tochter kommt kurz vorbei. Wir reden ein bisschen. Ich wärme mir etwas Linsensuppe vom Vortag zum Abendessen auf. Die braune Schüssel ist ein Andenken vom altertümlichen Weihnachtsmarkt in München, den ich vor Weihnachten mit meiner Tante und meinem Cousin besucht habe. Auch dort habe ich eine vegane Linsensuppe gegessen (ich liebe Linsen) und gefragt, ob ich die Schüssel mit nach Hause nehmen darf. Durfte ich. Ich mag sie sehr.

11. Dann um 18 Uhr gab es unsere Kreativsalon-Montagsreflexion. Die ersten 20 min nutzen wir immer zum Schreiben, jede*r für sich. Die restlichen 40 min zum Austausch in Kleingruppen. Als Schreibimpuls habe ich meine Kalenderfrage mitgebracht „Bist du neidisch auf jemanden?“ Wir hatten ganz intensive und wunderbare Gespräche. Ich liebe den Kreativsalon und die Menschen darin. Jetzt im Januar gibt es bald einen Artist Trading Card Tausch. So schön!

Falls du Lust hast, dabei zu sein, hier findest du alle Infos. Melde dich gern an und komm dazu.

12. Am Abend hole ich den Sohn wieder in der Fahrschule ab und gehe mit Buch in die Badewanne. Ich habe einen verspannten Rücken und war schon ewig nicht mehr in der Badewanne. Also geniesse ich ein Bad mit Lavendeöl und warmen Wasser. Danach gehe ich direkt ins Bett.

Das war ein sehr lebendiger und emotional intensiver Montag.

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