Die Tage von Weihnachten bis HeiligDreiKönig sind meine Liebsten im Jahr. Dieses Innehalten, Reflektieren, Planen und gleichzeitig so zweckfrei durch die Tage schlumpern – ich liebe das das sehr. Kraft tanken für das neue Jahr.
Beim Autor und Künstler Austin Kleon habe ich gelesen, dass Helena Fitzgerald diese Woche zwischen den Jahren „Dead Week“ nennt. Niemand will was von einem, alle sind im Rückzug oder irgendwo im Dazwischen. Herrlich. Darin verbirgt sich so viel Potenzial. Also geniesse ich Spaziergänge, puzzle, spiele, schlafe aus, besuche Familie und male/gestalte in meinem Artjournal zu jeder Raunacht ein Bild.
Neuanfang – Dazwischen
So gefällt es mir. Verschnaufen von dem wilden Ritt des vergangenen Jahres, denn obwohl ich insgesamt zufrieden zurückblicke, sitzt es mir wahrlich ein wenig in den Knochen. Vielleicht schreibe ich noch einen Jahresrückblick, aber vielleicht auch nicht. Denn gemeinsam mit 165 Teilnehmer*innen im Kreativen Adventskalender habe ich schon sehr ausführlich auf kreative Weise im Artjournal zurückgeblickt. Jetzt bin ich offen für das, was das frische Jahr vor mir ausbreitet.
Hier im Blog schreibe ich ein Lebenszeichen, damit er nicht ganz einschläft. Vor allem aber, um dir liebe Leserin, lieber Leser, ein Dankeschön zu sagen. Danke für’s dabeibleiben, kommentieren, spenden, und natürlich auch für Post, Geschenke und Emails, Wertschätzung und Miteinander. Das bedeutet mir sehr viel.
Ein neuer Tag, ein neues Jahr – ein neuer Anfang?
Heute habe ich die erste Seite meines neuen Kalenders aufgeblättert. Das ist ein Abreißkalender von Flow mit einer Frage für jeden Tag. Den habe ich mir letztes Jahr schon im Sommer bei einem Streifzug durch Buchläden gekauft. Auf einer meiner Reisen. Und im Rucksack quer durch Deutschland geschleppt. Ich kann nicht anders.
Wer mich kennt, weiss, dass ich Fragen liebe. Fragen, die mich in die Tiefe führen, meinen Blick erweitern, mich herausfordern oder nachdenklich machen. Gleich zu Beginn des Jahres gebe ich dir mal die Frage aus meinem Kalender mit:
„Liegt in jedem Tag ein neuer Anfang?“
Diese Frage habe ich in meinem Journal beantwortet und kam auf folgende Erkenntnis:
„Ich möchte sogar behaupten, in jeder Sekunde liegt ein neuer Anfang. Ich kann mich immer für neue Gedanken, für Achtsamkeit und Hiersein entscheiden. Diese Entscheidung passiert in einem Bruchteil von Sekunden, wirkt sich aber auf meine gesamte Haltung aus. Also ja!
Und auch, wenn damit alte Themen und Projekte nicht weg sind, ist doch der Anfang gemacht, Altes mit einer neuen Haltung, einem frischen Blick oder einem Perspektivwechsel zu betrachten.“
So schlage ich also mein neues Notizbuch auf, was ich auch in diesem Jahr als visuelles Tagebuch nutzen will – ein kleiner Leuchtturm Tageskalender (statt dem Moleskine Pocket Diary)– , skizziere den ersten Tag im neuen Jahr und freue mich auf das, was kommt.
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