Invest in Rest – Pausen und Müßiggang

Am Wochenende hatte ich einen halben Tag nur für mich. In Anbetracht meiner nicht enden wollenden Aufgabenlist und einiger dringender Punkte da drauf, hatte ich mir vorgenommen, die Zeit zum ungestörten Arbeiten zu nutzen. Ich finde es nicht immer leicht, hier daheim mit so vielen Ablenkungsmöglichkeiten fokussiert zu bleiben. 

Aber wie habe ich dann den Samstag verbracht? Ich habe viel geweint (es war ein emotionaler Tag) und einfach nur auf der Terrasse gesessen, vor mich hingestarrt und in mein Skizzenbuch gezeichnet. Irgendwann hatte sich in mir etwas gewandelt. Ich habe wieder Kraft und Zuversicht bekommen und am Ende dann doch drei Aufgaben, die mir wichtig waren, erledigt. 

„An sich ist Müßiggang durchaus nicht eine Wurzel allen Übels, sondern im Gegenteil ein geradezu göttliches Leben, solange man sich nicht langweilt.“

– Søren Kierkegaard

Rest is a faith posture

Es ist spannend zu beobachten, welche Muster da in mir ablaufen. Ich interessiere mich gerade dafür, aus welcher Motivation heraus ich geschäftig bin. Wieviel Nichtstun gestehe ich mir zu? Wie schnell fühle ich mich faul? Welche Art der Geschäftigkeit kommt aus der Fülle (Ideen, Eindrücke, Energie) und welche aus dem Mangel (Glaubenssätze, Geld verdienen müssen, Erwartungen erfüllen wollen)? Was ist der Unterschied zwischen beiden und welchen Einfluss hat es auf meine Energie? 

Liest man einmal bei Wikipedia über Müßiggang, erfährt man, dass das Wort eher negativ besetzt ist, wohingegen die Muße eher positiv konnotiert ist. Gleichzeitig steht da aber auch, dass Müßiggang allerdings auch oft mit der Beschäftigung mit freien Künsten und der Bildung verknüpft war und als unverzichtbare Grundlage für Kunst und Kultur galt. Ich will das ganze noch in die Gegenwart setzen. Gilt. 

Auf Instagram habe ich den @graceandtruthtribe entdeckt. Dort spricht Annwen Stone in einem der Reels über Pausen. Sie sagt:

Rest is a faith posture. What does rest look like for you this summer? We don’t just mean vacation (that can mean doing the same things in a different location. What does it mean to lean back into the Father?”

Das möchte ich dir (und mir) als kleine Anregung zum Nachsinnen mitgeben. 

Passend dazu habe ich am Wochenende eines der vielen Vorlagen aus dem Buch “My Handlettering World – Effekte” ausprobiert. Der Text ist mir direkt ins Auge gesprungen.

Verlosung

Der Topp Verlag hat mir ein Buch zum Verlosen an meine Community zur Verfügung gestellt. Das Buch enthält zahlreiche Vorlagen und Ideen für Handlettering-Effekte von Katharina. Die Seiten sind gelocht und können somit direkt in einen Ordner abgeheftet werden. Sogar Trennblätter zum leichten finden der einzelnen Themen sind dabei. Für jeden Effekt gibt es ein paar Beispiele und ein Übungsblatt zum Nacharbeiten.

Wenn du das Buch haben möchtest, kommentiere bis zum 30.6.2022 unter diesem Blogpost und schreibe mir deine Gedanken zum Thema Pausen und Müßiggang. Fällt es dir leicht? Was hilft dir, Zeit für dich zu nehmen? Was bewegt dich, wenn du meine oben geschriebenen Gedanken liest? Kennst du das oder hast du kein Thema damit?

Teilnahmebedingungen

Wenn du das abgebildete Buch gewinnen möchtest und eine deutsche Postadresse hast, hinterlasse bis zum 30.6.2022 hier im Blog einen Kommentar oder schreibe mir eine Email mit deinem Namen. 

Am 3.7.2022, ermittle ich die Gewinner*in per gutem alten Los. Wenn du gewonnen hast, schreibe ich dir eine Email und frage nach deiner Adresse. Diese verwende ich dann nur, um dir deinen Gewinn zu schicken.

9 Kommentare zu „Invest in Rest – Pausen und Müßiggang“

  1. Danke liebe Ramona, für die Möglichkeit.
    Ich kenne die Bedeutung und nutze die Wirking von Pausen sehr bewusst. Kreativität braucht Ruhe, das erlebe ich ganz oft. Wenn ich eine Pause habe/hatte, dann sprudeln die Ideen und an meinem Filztisch geschehen tolle Dinge. Wie kannst du immer so kreativ sein?, werde ich oft gefragt – vielleicht ist das ein Baustein. Einfach mal nix tun, abwarten was passiert in der Natur, beim Teetrinken oder mit einem Buch – ganz allein, für sich.
    Herzliche Grüße
    Meike
    http://www.huhngruenes.de

  2. Muse ist für mich sehr wichtig. Meine Hände in den Schoß legen. Nichts mit meinen Händen tun. Das ist einfacher als seine Gedanken loszulassen, sie schweifen zu lassen. Dabei hilft mir Details vor mir zu suchen und zu betrachten. Der Linie der Baumwipfel mit den Augen zu folgen. Im “Immer selben” einen Unterschied zu finden und anzuschauen. Wenn ich die Chance habe, einen 180 Grad Horizont vor mir zu haben, dann genieße ich diese lange Horizontlinie. Wunderbar und erfrischend, beruhigend und entspannend ist das!

  3. Hallo Ramona, ja die Pausen….sind sind nötig und ich habe gelernt, welche zu machen. Da muss man schon dranbleiben, sonst geht die Pause wieder unter im Alltag. Über das Buch würde ich mich sehr freuen. Viele Grüße Andrea

  4. Ach ja….Pausen…. Ein wichtiges Thema. Bei mir kommen sie in letzter Zeit etwas zu kurz. Aber sobald es mir auffällt kann ich ja auch schon gegensteuern.
    Über das Buch würde ich mich sehr freuen.
    Herzliche Grüße Mo

  5. Liebe Ramona,,
    ich musste gerade schmunzeln, denn
    eines meiner Lieblingslieder ist “Müssiggang” von Bosse. Kennst du das?
    Manchmal wird mein Kopf durch zuviel Input aus Pinterest, Instagram und Co. so voll, weil ich das Gefühl habe alle Ideen umsetzten zu müssen. Ich finde dann kein Anfang, kann mich nicht entscheiden, die Ungeduld übernimmt die Macht. Dies sind Tage, da könnte ich mich selbst zerreißen und deshalb mache ich dann einfach gar nichts! Es würde mir eh nix gelingen. Deshalb wird der Müssiggang eingelegt. Gedanken und Seele dürfen durchhängen. Danach kann ich mich wieder fokussieren und bin geduldiger mit mir und meinem Vorhaben. Das war für mich ein langer Prozess, aber es gelingt mir meist, mir eine “Zwangspause” zu verordnen 😉.
    Ich finde übrigens nicht, dass Müssiggang negativ behaftet ist, im Gegenteil, ich finde ihn lebensnotwendig 😊.
    Liebe Grüße, Susanne

  6. Ich weiß, dass Pausen wichtig sind und zum Leben gehören müssen. Ich finde es als Selbständige allerdings noch schwieriger, Pausen zu machen und sich nicht permanent unter Druck zu setzen (Geld verdienen, Vorgaben erfüllen etc). Ich versuche, im Alltag bewusst Pausen einzuplanen, das gelingt nicht immer, allerdings immer besser. Und ich merke, dass es mir gut tut und dass es auch für meine Arbeit notwendig ist. Meine Katzen haben es da gut, denen fällt es leicht, Pausen zu machen (deren Alltag besteht ja zum Großteil aus Pausen), aber sie werden ja auch von uns versorgt. Vielleicht muss ich mir das mehr bewusst machen: dass ich habe, was ich brauche, und versorgt werde mit allem nötigem.
    Liebe Grüße aus Unterfranken.

  7. Liebe Ramona,
    mir fällt es mittlerweile leicht, Pausen zu nehmen. Sie sind ein so fester Bestandteil meines Lebens geworden, dass ich sie mir nur noch selten einplanen brauche. Es gibt Tage ohne Pause, das ist genauso gut, wie Tage die hauptsächlich aus Pausen bestehen. Für mich sind Pausen im Alltag ähnlich erholsam und trotzdem spannend wie Weißraum in der Gestaltung. 😉
    Das Wort “Müßiggang” mag ich übrigens weniger. Ich habe lieber Pause, Freizeit,… 🙂
    Liebe Grüße, Marion

  8. Liebe Ramona!
    Invest in rest – das erinnert mich an einen Satz, den ich mal aus einer Reha mitgenommen habe: Pause machen, bevor sie nötig ist. Mit dieser Strategie konnte ich heulige Erschöpfungszustände abschaffen 🙂 Die Pausen mit Kreativität zu gestalten fällt mir schwer – es ist einfach zu aufwändig, eine Idee zu entwickeln, alle Sachen rauszukramen – und hinterher wieder wegzuräumen. Neulich habe ich Postkarten zum Ausmalen geschenkt bekommen. Die konnte ich mit meinen Stiften gut liegen lassen und habe gestaunt, dass ich wirklich jeden Tag ein paar Minuten daran gemalt habe . Es hat mich sehr erstaunt, wie gut mir diese paar Minuten und die Freude am wachsendem Bild getan haben. Danke, dass du immer wieder Impulse in deine E-Mails schreibst! Und danke auch für deine Ehrlichkeit und Offenheit, die mir ein guter Spiegel ist 😉

  9. Ich bin eine langjährige Leserin deines Blogs und auch des Newsletters. Durch dich inspiriert habe ich mir Aquarellfarben und ein paar Letteringstifte gekauft und gestalte damit Karten (Gratulation, Dank, sogar schon Trauerkarten). Nun benötigte ich mehrere Karten als Gratulation zum Abi für meine Schülerinnen und fühlte regelrecht ein bisschen Druck – noch x Karten zu schaffen, puh. Am Sonntag kam aber dann der richtige Moment – ich holte meine Malsachen heraus und malte und zeichnete locker und leicht 3 Karten. Anstatt die restlichen dann „eben schnell hinterher“ zu machen, habe ich dann aufgehört, als es am schönsten war. Die restlichen mache ich dann, wenn ich wieder Lust und Muße habe. Mit Druck wird es nichts, das habe ich in letzter Zeit gemerkt und mir vorgenommen (und auch tatsächlich) umgesetzt, mehr Pausen zu machen und einfach mal auf dem Sofa zu liegen und in eine Zeitschrift zu schauen. Das Buch würde ich deshalb gerne gewinnen, weil ich Handlettering sehr gerne mache und ein bisschen Übung gut gebrauchen könnte. G

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