Im vergangenen Jahr war mein Jahreswort Bold. Übersetzt bedeutet es mutig, kühn, verwegen, tapfer und unerschrocken. Wie jedes Jahr hatte ich mir ein paar Ziele gesetzt, die ich gern erreichen wollte. Anfang des Jahres habe ich meinen neuen Businessplaner eingeweiht und festgestellt, dass ich ganz schön viele Ziele erreicht habe. Und das feiere ich, aber sowas von!
Ich habe ein paar mutige Entscheidungen getroffen, kühne Träume verfolgt und äußerst Bold meinen Alltag gewuppt.
Rückblick 2025 | Meine Ziele
Meine Ziele standen das ganze Jahr über vorn in meinem Businessplaner, sodass ich sie immer wieder lesen und gegebenfalls auch nachjustieren konnte. Ich habe mich auf vier Lebensbereiche konzentriert und gleich dazu meine Werte und mein Warum geschrieben. Die vier Bereiche waren Gesundheit & Selbstfürsorge, Haus & Familie, Business & Vision und Finanzen.
Gesundheit und Selbstfürsorge
Muskeln | Warum? Um besser durch die Wechseljahre zu kommen, eine starke Mitte zu haben, weil eine starke Mitte mich auch mental trägt. Die Werte, die ich mir dazu notiert habe: Stabilität, Vitalität, innerer Frieden.
Im April eine 90 Tage Challenge begonnen, aber nicht so richtig durchgezogen. Meine Erkenntnis daraus ist jedoch: Es tut mir richtig gut, mehr Bewegung im Leben zu haben und vermehrt auf meine Ernährung zu achten. Das wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Dieses Ziel nehme ich mit ins neue Jahr unter dem Motto „Radikale Selbstliebe“. Spazierengehen, weil ich es gut mit mir meine. Training, weil meine Stabilität davon profitiert.
Back to vegan | Mein Warum waren ethische Gründe. Nach einer Zeit von nicht so veganen Monaten, wollte ich wieder auf Pflanzenkost umsteigen. Selbst mit dem Veganuary ist es mir jedoch in den ersten Monaten nicht gelungen. Immer waren Käse, Bequemlichkeit und das Rechnen mit Proteinmengen wichtiger. Dann, im Sommer, ging es meiner Haut nicht gut. Das hat mich sehr gestresst. Eine der Maßnahmen, war meine Ernährung auf vegan umzustellen. Und zack. Haut besser, Vegan-Ziel erreicht. Ich habe das beibehalten und ernähre mich seit dem Sommer wieder vegan. Meine größte Herausforderung ist nach wie vor, meine angestrebte Proteinmenge zu erreichen.
Familie und Haus
Hier standen vor allem Werte in der Liste: Schönheit, Kontakt, Liebe, Freude, Langsamkeit. Das Haus soll ein Kraft- und Rückzugsort, ein Nest, für mich und meine Familie sein. Hier und da sind einige Reparaturen zu tun gewesen. Mein Zimmer wollte ich zu einem Nest, wo mich gern aufhalte, gestalten. Das Miteinander soll geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, Kontakt und Miteinander sein.
Business und Vision
Auch hier standen in erster Linie Worte, wie ich mich fühlen will, was ich in die Welt trage und was der Kern meiner Arbeit sein soll. Gemeinsam mit einer Coachin habe ich zu Beginn des Jahres in einem Markenworkshop noch einmal meine Vision geschärft und wichtige Werte und Leitsätze erarbeitet.
Als Umsatzziel setze ich mir immer drei Ziele: ein Minimumumsatz (um alle Kosten zu decken), ein Targetumsatz (hier sind ein paar Rücklagen drin und etwas Puffer) und ein Outrageous-Umsatz (ein Umsatz, der richtig toll wäre). Unterm Jahr lag ich die meisten Monate im Jahr deutlich drunter, weil ich im ersten Halbjahr meine Arbeit auf nur den Kreativsalon reduziert hatte, um den Sohn bei seinem Quali zu unterstützen. Umso erstaunter war ich beim Jahresabschluss, dass ich im Durchschnitt mein Target-Monatsumsatz mit 3 Euro Abweichung erreicht habe. Darauf bin ich so so stolz.
Außerdem wollte ich die Coaching Ausbildung erfolgreich abschliessen. Als Ziel -Datum dafür hatte ich mir meinen Geburtstag ausgesucht. Mit tollster Unterstützung meiner Ausbildungs-Test-Coachee, die alle Fragebögen zeitnah beantwortet und abgeschickt hat, habe ich auch dieses Ziel erreicht und bin nun ausgebildete Life Trust Coach. Juhu!
Finanzen
Der Fokus auf meinen Finanzen war 2025 das Rücklagenkonto (allgemein auch Notgroschen genannt). Da wollte ich auf jeden Fall so viele Rücklagen haben, um Verdienstausfälle, schwache Monate und unvorhersehbare Ausgaben abpuffern zu können. Ich hatte mir ein Ziel von 10.000€ gesetzt und hab es erreicht. Zu Beginn waren auf diesem Konto nur 1700 Euro. Mein Warum: Unabhängigkeit, Handlungsfähigkeit (Mitmacht). Auch hier bin ich richtig Stolz, dass mir dieses Ziel gelungen ist.
Das ist das erste Mal, dass ich so viele Haken an meine Jahresziele machen konnte, vielleicht auch das erste Mal, dass ich sie konkret messbar und mit Werten und Warum notiert habe. Mein Grundgefühl am Jahresende: stolz!

Rückblick 2025 | Magische Momente, Herausforderungen und Alltag
Wenn ich auf 2025 zurück schaue, fallen mir vor allem die tollen Dinge ein, die ich erlebt habe. Natürlich gab es auch genug Herausforderungen und noch mehr Alltag. Ich halte es mal wie Austin Kleon, der seinen Jahresrückblick als Liste unter dem Titel „100 things that made my year“ veröffentlicht. Vielleicht schaffe ich es nicht auf 100, aber ein paar will ich erwähnen:
Keine Ahnung wieiviele ‚things that made my year‘
- Frühstücksdates und Jazzabende mit dem Mann in Sonnenhausen
- Nachmittags-Kurse (Kreativwerkstatt) und Kunst-Vertretungen an der Schule
- Zweimal habe ich einen Hermelin gesehen (die sind soo süß!), einen Mauswiesel, einen Wiesel und eine Eidechse. Und auch sonst sehr schöne Wildtiere, zumeist Vögel
- mit der Tochter habe ich einen einen Storch auf dem Kirchendach beobachtet
- das absolute Sommerhighlight war der Wald voller Glühwürmchen (auch gemeinsam mit der Tochter)
- und Sternschnuppen
- die Tochter hat mir zu Weihnachten einen Glühwürmchenanhänger geschenkt, weil mich dieser Spaziergang so berührt hat
- im Sommer hab ich wieder zur vorwiegend veganen Ernährung zurückgefunden
- regelmässige Seelsorge-Besuche im Pflegeheim, Supervisionen und Begleittreffen
- intensive Proben für ein Posaunenchorkonzert im Frühjahr
- dann eben jenes Konzert, wo ich einen Teil vor der vollen Kirche moderiert habe (wie aufregend, wie toll!)
- ich habe mir viele schöne neue Klamotten gekauft
- die Tochter hat ein Hundebaby bekommen – ich bin damit Hundeoma geworden und lieb das Vieh sehr
- Zweimal war ich zum Hautscreening beim Hautarzt: Auch nach der Nachkontrolle ist alles ok
- Im Haus habe ich ganz viel erneuert, verbessert und repariert: neue Geschirrtücher gekauft, neues Besteck und einen Wäschetrockner von meiner Tante geschenkt bekommen, den Jungs einen Airfryer zu Weihnachten geschenkt. Die Schimmel-Ecke hinter dem Küchenschrank wegmachen lassen von den Freunden der Tochter, dann die Küche neu gestrichen und statt dem Eckschrank ein Regal angebracht. Ausserdem die seit dem Einzug hängenden Kabel & Birnen durch Lampen ersetzt, Müll vorm Haus entsorgen lassen. Ah!
- beim kleinen CSD in Ebersberg gewesen und sehr berührt von den tollen schönen Menschen gewesen
- ein Original von Künstlerin und Kalligrafin Sigrid Artmann gekauft
- ein tolles Treffen mit einer Kreativsalon-Teilnehmerin gehabt
- meinen Newsletteranbieter gewechselt. Uff, was ein Akt.
- meine Kursplattform umgezogen. Damit bin ich auch noch nicht fertig. Soo viel Arbeit!
- den Sohn zur Fahrschule angemeldet
Reisen
- ein Wellness-Wochenende in Rügheim mit einer Freundin – wir gönnen uns einmal im Jahr ein Wochenende zusammen. Entweder schauen wir uns Städte an oder gönnen uns Wellness. Idealerweise beides.
- Mit dem Mann war ich wieder im Kranzbach.
- Bamberg mit meinen Weibern
- Berlin mit Buchstabenmuseum und Computerspielemuseum
- Baden-Baden mit Workshop Veit Lindau
- den Mann hab ich zu einem Gongbauwochenende bei Rendsburg begleitet
- und während er baute, einen Tagesausflug nach Eckernförde und Hamburg gemacht.
- in Hamburg habe ich tolle Frauen aus meinem Kreativsalon getroffen. Wir haben im Museum der Arbeit gezeichnet, zusammen gegessen und gequatscht. War das schön.
- eine Freundin hat mit eine Auszeit auf Fehmarn geschenkt. Dort war ich im November für eine Woche.
Ausstellungen
- Lenbachhaus gleich im Januar mit dem Mann.
- Ende Januar mit einer Freundin „Jugendstil made in Munich“ in der Kunsthalle.
- UPdate in der Galerie MarahART mit selbiger Freundin in München
- „Die Farben Japans“ mit der Tochter in München
- „Könnt ihr noch? Kunst & Demokratie“ in Herrenchiemsee, weil wir eh da waren auf einem Ausflug
- „Das geheime Leben der Bilche“ Museum für Wald und Natur Ebersberg – Regenwetterprogramm wöhrend des verregneten Sommers
- Kunstausstellung zum Abschluss von Artists in Residence auf Gut Sonnenhausen
- Frida Kahlo Ausstellung in Baden-Baden. So toll!
- Skulptur-Lichtung in Valley
- DDR-Spielzeug-Museum in Grimma mit meinen alten Kindergartenfreundinnen.
Projekte
- In meinem Moleskine Pocket Diary habe ich Stempel von meinen Ausflügen, Ausstellungen und Wanderungen gesammelt
- The 100 Day Projekt zum Thema „100 Tage Alltag“
- Zucker- und Alkoholverzicht während der Fastenzeit
Mitgewirkt
- DIY-Frauenkreativseminar im Februar
- Kreapshäre Jahreskurs 2025
- Kreative Rauszeit in Alpirsbach
- Starkmacher Wochenende in Friedrichshafen
- DAV Triathlon am Steinsee mit der Wasserwacht abgesichert
- Gemeindebrief für unsere evangelische Kirchgemeinde
Workshops und Kurse von mir
- Fastenzeitkurs
- Vollmondworkshops
- Mittsommerworkshop
- Mittwinterworkshop
- Kreativsalon mit insgesamt 90 Teilnehmer*innen zum Jahresende
- August Artjournal mit phänomenalen 896 Teilnehmer*innen im Sommer. Die Videos dazu gibt’s noch auf meinem Youtube-Kanal.
- Kreativer Adventskalender mit 165 Teilnehmer*nnen, wovon sich schon 95 im Sommer dafür entschieden haben
- 1:1 Coachings
Familie
- den 70. Geburtstag meiner Mutti gefeiert
- Besuch zur Osterzeit von meiner Tante und meinem Cousin
- der erfolgreiche Quali des Sohnes – ein Kraftakt in vielerlei Hinsicht
- Goldene Hochzeit meiner Eltern
- Abschied des kleinen Sohnes aus der Mittelstufe
- Besuch im Sommer von meiner Tante und meinem Cousin. Leider hatten wir viel Regen und sassen oft drinnen. Aber die Regenpausen haben wir für Ausflüge genutzt.
- meine Schwester in ihrem neuen Haus besucht
- eine Bootfahrt auf der Weißen Elster in Leipzig mit meiner Familie
- Kino mit allen: Das Kanu des Manitu
- Bogenschiessen mit Erziehungsbeistand
- Besuch von meiner Tante im November zu meinem Geburtstag. Sie kam extra, um mir selbstgebackenen Christstollen zu bringen.
- Ende November war ich nochmal mit der Tochter und dem Jüngsten bei meinen Eltern. Schön war das.
- Kurz vor Weihnachten gab es nochmal einen Winterbesuch meiner Tante und meines Cousins. Man könnte meinen, sie mögen es bei uns. Wir waren auf dem Weihnachtsmarkt, einen Weihnachtsbaum schlagen, haben zusammen gekocht und das Winterfeuer im Nachbardorf besucht.
- Familienwichteln an Weihnachten – jedes Jahr wieder so ein Spaß.
- einen Weihnachtsbaum diesmal selbst gesägt (wie oben schon erwähnt)
Als wertvoll empfunden
- Ergotherapie und Osteopathie (erst war es das Daumengelenk der rechten Hand, dann der Arm. Irgendwas ist immer.) Ich schätze zusätzlich zur Behandlung die tiefgründigen und inspirierenden Gespräche, die wir führen.
- Therapie (psychosomatische Sprechstunde), wann immer ich es gebraucht habe.
- wertschätzende Emails, Briefe, Bücher, Karten, Trinkgelder und Gutscheine von Blogleserinnern, Kursteilnehmerinnen und wohlgesonnenen Menschen
- meine wunderbaren Kindheitsfreundinnen und die Treffen mit ihnen
- Massagen. Ich liebe Massagen. Kopfmassagen beim Friseur, Thaimassagen hier im Massagestudio, bei der Osteopathie oder beim Wellnesswochenende mit der Freundin. Ganz besonders diesmal: eine Ayurvedmasage im Kranzbach. Hach.
- Freundintreffen. Ich habe eine handvoll Freundinnen. Wobei die eine Hand schon voll ist mit meinen Kindergartenfreundinnen, 5 an der Zahl. Dann ist die eine Freundin, mit der ich immer Spazieren gehe, eine andere mit der ich einen ganzen Tag verquatschen kann und wir uns immer wundern, wo die Zeit hin ist. Eine, mit der ich Ausstellungen besuche und danach immer vegan Essen gehe in München. Und eine, mit der ich einmal im Jahr weg fahre. Ich habe auch andere Freundinnen, na klar. Aber die treffe ich nicht regelmässig, weil sie so weit weg wohnen. Mit einer schreibe ich wunderschöne Briefe und schicke kleine Päckchen und Kunst hin und her. Mit einer anderen verabrede ich mich immer wieder per Facetime. Doch doch, ich bin gesegnet mit wunderbaren Freundinnen.
- Friseurbesuche – die sind für mich eine kleine Wellnessauszeit. Ich habe schon seit ca 12 Jahren die gleiche Friseurin
Ausflüge
- gleich zu Beginn des Jahres eine spontane Wanderung mit der Tochter zur Spitzingalm
- mit der Tante eine Stadtführung „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“ in Rosenheim
- und ein Ausflug anch Burghausen
- ins Markus Wasmeier Freilichtmuseum
- nach Kloster Seeon und Herrenchiemsee
- und Wasserburg
- Auch am Tegernsee/ Wildbad Kreutz waren wir
- Und mit dem Posaunenchor war ich auf einer Bergwanderung
Weiterbildungen und Workshops
- Seelsorge-Seminar & die Erkenntnis, dass ich da sein soll
- In München war ich auf einem Vortrag von Veit Lindau „Human Future Movement“
- ein Brotbackkurs mit dem Posaunenchor – seit dem habe ich wieder Sauerteig im Kühlschrank
- Life Trust Coaching Ausbildung
- Dekanatsposaunenchortag – einen Tag lang mit anderen Bläser*innen zum Thema Alte Musik tröten
- Im Advent habe ich jeden Donnerstag mit anderen Schreiberlingen unter der Anleitung von Hanna Buiting beim Adventsschreiben geschrieben. Schön war das.
- Ein Coaching bei Heide Röger von Kunst und Brot
- Ein Markenworkshop mit Sarah Diehl
Dinge, auf die ich gern verzichtet hätte
- das Reh, was mir ins Auto gerannt ist (zum Glück ist, ausser einem Schreck, nichts passiert)
- Grippe im Januar und damit Verdienstausfall. Es dauerte eine Weile, wieder zu Kräften zu kommen. Die Leere und das Sinnlosigkeitsgefühl in mir haben mir Angst gemacht.
- Die Tochter in die Notaufnahme begleiten
- Wechseljahreszipperlein: meine Periode kommt nicht mehr regelmässig, trockene Haut nervt mich, Haarausfall und so Zeugs
- die Panikattacke auf der Empore bei den Proben in der Kirche
- ein verstopftes Klo
Rückblick 2025 | Lieblingsbücher
Von 18 fertig gelesenen Büchern (und weiteren 11 angefangenen) waren das meine Top 7 (in ungeordneter Reihenfolge):
- Flusslinien von Katharina Hagena
- 22 Bahnen von Caroline Wahl
- Windstärke 17 von Caoline Wahl
- Das Licht in den Birken von Romy Fölk
- Strong Female Character von Fern Brady
- Das Leben ist ein vorübergehender Zustand von Gabriele von Arnim
- Mitternachtsschwimmer von Roisin Maguire
***
Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine virtuelle Teekasse. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3
Wenn du dich regelmässig inspirieren lassen willst, trag dich in meinen Newsletter ein für Texte, Poesie, Artjournaling-Impulse und Kursangebote.





Das klingt nach einem guten Jahr …