Auferstehung feiern…

das war das Osterthema. Und so lautet eine Überschrift in dem Buch “Die Osterfreude auskosten” von Anselm Grün, was ich wieder aus meinem Bücherregal genommen und aufgeschlagen habe für die Tage bis Pfingsten. Im Buch sind bereits einige Anmerkungen von mir aus dem letzten Jahr, einige unterstrichene Zeilen:

Auferstehung hat etwas zu tun mit Aufstehen. Aufstehen heisst immer auch, dass ich verletzt werden kann. Wenn ich aufstehe, muss ich mich dem Leben stellen.

Mich dem Leben stellen. Darüber denke ich in letzter Zeit immer wieder nach. Wo halte ich mich zurück, weil ich Angst vor Verletzung, vor Ausgrenzung und Abgewiesenwerden habe? Wo bleibe ich hinter sicheren Mauern statt mit meinem Herzen in die Welt zu gehen? 

Ich habe ein Wochenende in Weimar verbracht und dann die Großzügigkeit meiner Familie bei meinen Eltern genossen, schöne kleine Ostertage verbracht und gut gegessen. Wir haben den 10.Geburtstag des Jüngsten gefeiert, ich habe die ersten Nächte in diesem Jahr draussen unter freiem Himmel geschlafen und war oft und gut essen. Nun lassen wir die Ferien ausklingen und damit auch alle Erlebnisse nachwirken. Vor ein paar Tagen war es ziemlich düster in mir in – vermutlich musste mein Nervensystem die vielen Reisen und Eindrücke erst verarbeiten und hat mir signalisiert, eine Pause einzulegen. Jetzt geht es mir aber wieder gut.

Über meine Reise schreibe ich in den nächsten Tagen noch etwas. Ich möchte noch Fotos sortieren und liegengebliebene Arbeit erledigen. Mein Posteingang ist voll mit 141 Emails, die noch Aufmerksamkeit und Entscheidungen brauchen (Löschen, Beantworten, Bearbeiten). Von unterwegs schicke ich mir selbst manchmal Links und Erinnerungen, weil sie in meinem Posteingang am wenigsten verloren gehen. 

Naja, und dann habe ich während meiner Pause ganz viele Ideen und Pläne gehabt, wie ich die nächsten Monate so gestalten möchte, was ich in die Welt geben will. Wie ich als Künstlerin Friedensstifterin sein kann. Und Kunst heilt und hilft, unser inneres Gleichgewicht zu wahren. Selbstfürsorge mit Stift und Schrift.

Das habe ich in den letzten Wochen sehr intensiv betrieben und wieder eine neue Ebene für mich erschlossen. Ich habe täglich in mein Moleskine gezeichnet, aber auch im Art Journal gearbeitet und mich mit Lebens- und Glaubensfragen auseinander gesetzt. Meine Erkenntnisse lasse ich in die nächsten Kurse einfliessen. Ich merke, wie ich mich wegbewege von “How-To” Anleitungskursen hin zu einem tieferen Erleben durch unser kreatives Tun. 

Was schön ist

Obwohl “Empfangen” mein Jahreswort ist und auch mein Fastenzeit-Thema war, hatte ich das Gefühl, dass es mir nicht sehr präsent war. Wenn ich jedoch meinen Fokus wieder darauf richte, bin ich sehr dankbar, was ich täglich alles empfange: Begegnungen, Liebe, Wertschätzung, Momente und Schönheit. Der Sonnenuntergang auf dem Rückweg von den Schwiegereltern, der Mann, der uns sicher nach Hause gefahren hat, damit ich den Himmel aus dem Fenster aus in Ruhe bestaunen konnte. Die reiche Umsorgung von unseren Familien: Spaziergänge, Essen, Kuchen, eine geschenkte Pfanne und ein Telefon. Bei meinen Eltern Essengehen und Eisbecher, ein Kinoausflug für die Kinder, miteinander verbrachte Zeit, Gespräche, Ausflüge, Schmuck und Kleidung für mich und die Kinder. Wirklich. Wir wurden in den letzten Tagen so reich beschenkt, dass mir manchmal vor Dankbarkeit die Tränen kommen, wie gut es uns geht. Was für ein Glück es ist, so eine wunderbare Familie zu haben. 

Schön ist auch das Hörbuch, was ich gerade höre: Das geheime Leben der Bäume von Peter Wohlleben. Ich habe noch nicht so viel davon gehört, bin aber schon sehr begeistert. Es ist so unterhaltsam und gleichzeitig voller faszinierendem Waldwissen. 

P.S.: Nächste Woche gibt es einen gemütlichen Zoomabend zum gestalten von Wettergrammen mit Friedensbotschaften. Wenn du dabei sein willst, folge dem Link.

Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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