Fastenzeit-Tagebuch – Freude

Pünktlich zu Laetare, dem Freudensonntag in der Fastenzeit, durfte ich meine Isolation verlassen. Das habe ich direkt genutzt, um zum Gottesdienst und Posaunenchorwochenende-AbschlussSpiel zu fahren. Wenigstens das wollte ich hören, Gemeinschaft erleben, nah sein. 

Das hat gut getan. Die Predigt hat mir gefallen, die Lieder fielen ins Herz und die Gespräche, Gesichter und Musik ja sowieso. In der Predigt ging es nicht nur um Freude, sondern auch um Trost. Für mich liegt in Freude großer Trost. Ich lebe, und ich glaube wir alle tun das gerade, in einem großen Spannungsfeld von Gleichzeitigkeiten. Von Schmerz und Schönheit, von Traurigkeit und Freude. Vielleicht brauchen wir diese Gegensatzpaare, um uns lebendig zu fühlen, um das eine im anderen wertzuschätzen. 

Auf alle Fälle freue ich mich, dass ich wieder ins Leben raus kann, zur Schule arbeiten, einkaufen und mich mit Menschen treffen. Ich bin zwar noch ordentlich müde und konzentrationslos, aber guter Dinge. Gleich heute will ich mit den Schulkindern anknüpfen, wo wir vor zwei Wochen aufgehört haben: bemalte Tetrapacks mit Frühblühern bepflanzen.

 

Fastenzeitgedanken

Nun hat sich meine Fastenzeit ganz anders gestaltet als ich sie mir eigentlich vorgestellt habe. Und das ist gut so. Immer wieder zu merken, dass ich die Dinge nicht “machen” kann, sondern dass manches auch einfach passiert. Sich entwickelt. Und ich darin flexibel und milde bleiben darf. Mich freue auf die Erkenntnisse und Überraschungen, die Entwicklungen und Erkenntnisse. So ist es mir bisher nicht gelungen, täglich tiefgründige Bilder zu machen, Tagebuch zu schreiben und zu meditieren. Aber immer wieder. Und Gott zeigt sich auf so vielfältige Weise! In einem Kurs, wo jemand etwas sagt, was in mir eine Assoziation zu einem ganz anderem Thema weckt und Dinge ins Wogen bringt. Einem Menschen, der sich meldet und mein Herz aufschliesst. Oder Geschichten von Hilfsbereitschaft, Liebe und Trost.

Natürlich nutze ich die Zeit, um nachzudenken und hier Dinge zu ordnen. In den ersten Wochen habe ich an meiner Website gearbeitet, meine Kurse gesichtet und überlegt, wie ich sie noch besser machen kann oder welche ich aus dem Programm nehme. Was soll die Ausrichtung meiner Arbeit sein, wo will ich hin und mit welcher Botschaft gehe ich durch die Welt. 

Die Fastenzeit lädt uns ein, über unsere Sendung nachzudenken. Was möchte ich von Gott ausdrücken in dieser Welt? Wie will ich Gott in dieser Welt sichtbar werden lassen? ” Anselm Grün

Aus dem Alltag

Die letzten Tage waren wir mit Sonnenschein gesegnet. Wir waren oft spazieren, oder ich habe im Garten gewerkelt. Unkraut entfernen, die ersten Saat in die Beete bringen, mich über die Schnecken ärgern, die sich schon wieder auf die frischen Keimlinge stürzen. Die Nachmittage nutzten wir für Wikingerschach und Trampolin. Das Ausschlafen am Morgen haben wir sehr genossen. Nun ist wieder Alltag mit Wecker und Verpflichtungen dran.

Unser Tisch ist mit leckeren frischen Dingen gedeckt. Wir achten gerade darauf, mehr Proteine in unseren Speiseplan zu integrieren, also gibt es Hülsenfrüchte in Form von Hummus, Linsen-Bolognese oder Bohnensuppe.

Nun lasse ich den Monat ausklingen mit einem Stapel an Notizen, Planungen für das kommende Quartal, Ideen für die Familie und Vorfreude auf den April. Da stehen nämlich einige Reisen an.

Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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