Buch "1000 words" als Stilleben mit Journal, Stift und Brille

Sommerpost – 1.August 2026 | Eine Schreibidee

Blättert man durch mein Notizbuch, wird auffallen, dass ganz oft „Blog“ drinsteht und dann ein Gedanke, eine Idee, ein Satzanfang. Die Worte bleiben zwischen den Buchdeckeln, obwohl ich früher wirklich viel geschrieben habe. Etwas hat sich verändert. Und ich vermisse etwas daran. Vielleicht ist in dem ganzen Social Media, SEO und Businesskram das Persönliche, die Leichtigkeit verlorne gegangen. Es wurde auch technisch zunehmend mühsamer, einfach mal nur zu schreiben. Lauter kleine Hürden.

Leichtigkeit einladen

Aber die Schreiblust ist ja doch geblieben. Ich habe mal herausgefunden, dass mein Blog für mich eien Mischung aus Tagebuch und Leinwand ist. Ein Ort, wo ich Gedanken und Worte lassen kann, andere berühren und inspirieren. Das ist es doch, was Künstler*innen tun, oder?!

Um diese Leichtigkeit wieder in mein Schreiben zu bringen, kam mir die Idee, im August Sommerpost zu versenden. Nicht nur analog, sondern auch hier im Blog. Täglich kleine Postkarten mit kurzen Texten direkt aus meinem Leben. Mal eine Spaziergangbeobachtung, mal ein Buchtipp oder ein Rezept. Keine Ahnung, wo das hinführt, aber ich habe Lust drauf, dich ein bisschen in meinen August mitzunehmen.

Nebenbei läuft im August das August Artjournal. Wenn du mitmachen willst, melde dich hier an oder schau alle zwei Tage auf Youtube vorbei. Ich freue mich schon sehr darauf.

Synchronizitäten

Neulich war ich beim Künstlerbedarf einkaufen. Ein Selbstfürsorge-Ausflug in die Welt der in Farbverläufen sortierten Stifte und Pastellkreiden, der Papiere, Pinsel und Pigmente. Ein Paradies von Inspiration. Ich wusste, es würde teuer werden. Ich hab mir nichtmal Mühe gegeben, mir Impulskäufe zu verbieten. So wanderte ein Buch von Jami Attenberg in meinen Einkaufskorb mit dem Titel „1000 Words. Wie du kreativ, fokussiert und produktiv schreibst – jeden Tag“.

Ich habe es gleich angelesen, und es stellte sich heraus, dass es sich um eine von der Autorin ins Leben gerufene Schreibchallenge #1000wordsofsummer vor einigen Jahren handelt, die dann im Laufe der Jahre Fahrt aufgenommen hat. Im Buch lässt sie andere Autor*innen zu Wort kommen, die von ihren Schreibroutinen erzählen, ihren Hürden, Zweifeln udn Hindernissen und wie sie damit umgehen. Ich freue mich auf die Lektüre und darauf, meine Schreiblust wiederzuentdecken. 

Bei den 1000 Worten (über einen Zeitraum von 14 Tagen) geht es übrigens nicht darum, wohlformulierte Texte zu produzieren, sondern rohe Erstentwürfe aufs Papier oder den Bildschirm zu bringen. Einfach Schreiben. Und dann wird vielleicht irgendwann daraus ein wertvoller und fertiger Text.

Beim Lesen habe ich überlegt, ob ich nicht den Impuls nutzen will und meine Sommerpost hier im Blog zu veröffentlichen. Es war quasi eine von vielen Synchronizitäten, die so im Leben passieren. Als Synchronizität (altgriechisch σύν syn, deutsch ‚mit, gemeinsam‘ und χρόνος chronos ‚Zeit‘) bezeichnete Carl Gustav Jung zeitlich korrelierende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüfot sind, jedoch als miteinander verbunden oder aufeinander bezogen wahrgenommen und gedeutet werden. (Quelle: Wikipedia). Also etwas sehr subjektives.

Tiny Experiments

Und weil wir schon bei Synchronizitäten sind… hier schreibt Lars über die Tiny Experiments von Anne-Laure Le Cunff und lädt ein, selbst ein Tiny Experiment zu starten und darüber zu berichten. Da passt diese Sommerpost-Idee doch wunderbar hinein. Der Start ist, einen Pakt (PACT) mit sich selbst zu schliessen. Ein PACT ist ein handlungsorientiertes Commitment über einen bestimmten Zeitraum. Das heisst, es ist nicht wichtig, was dabei heraus kommt, sondern nur, dass ich es tue. Und dem folge ich mit neugieriger Offenheit.

PACT

Ich veröffentliche über den ganzen August 2026 hinweg täglich eine Blogpostkarte.

Vorfreude auf die Sommerpost

Jetzt erstelle ich mir also eine Ideenliste mit Themen, von denen ich gern erzählen möchte. Ich habe ganz viele tolle Schreibimpulse, die ich nutzen kann, wenn es mal stockt oder mir die Ideen ausgehen. Ich muss nicht jeden Tag auf 1000 Worte kommen. Es soll leicht bleiben. Ich freue mich, wenn du beim Lesen hin und wieder kommentierst. Dann macht es mehr Spaß.

Und wenn du magst, lass doch gleich heute einen Kommentar hier und schreibe mir, worüber du gern lesen magst. Wie kann ich dich inspirieren oder unterhalten, was findest du wertvoll, oder was willst du wissen?

Von Herzen, Ramona

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Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine virtuelle Teekasse. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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