Sommerpost – 17.August 2026 | Schöne Aussicht

Heute gibt es eine Ausflugspostkarte von der schönen Aussicht. Ein gemütlicher Wanderspaziergang ganz hier in unserer Gegend. Das ist das Schöne daran, zu wohnen, wo andere Urlaub machen: es gibt so viele Möglichkeiten für Tagesausflüge und kleine Entdeckungsrunden. Von gemütlich bis hin zur ausgewachsenen Bergtour ist alles im nahen Umkreis machbar. Wasser, Berge, Wälder. Nur das Meer fehlt.

Wanderweg der Sinne

Wir entschieden uns also für einen Wanderspaziergang – mit meinem Mann, meiner Tante und meinem Cousin, die uns gerade besuchen. Die Kinder konnten wir für körperliche Betätigung dieser Art nicht begeistern. Für die einen war es eine Wanderung, für die anderen ein Spaziergang. Wir überbrückten schon einige Höhenmeter und unwegsames Gelände. Wanderweg der Sinne nennt sich der Weg, den wir am Schloss Maxhofen bei Bruckmühl starteten. Er führte uns entlang von Feldern und durch den Wald hoch zum Gasthaus „Zur schönen Aussicht“.

Eigentlich sollte es an diesem Tag regnen – wir hatten vorher extra noch mal in die Wetter-App geschaut. Geworden ist es stattdessen drückend schwül, ohne einen Tropfen Regen. Wir kamen ordentlich ins Schwitzen, nicht nur von der Bewegung. Am angenehmsten war es im Wald – die Luft dort ganz anders als auf den offenen Feldstücken, kühler und duftender.

Ein gutes Stück des Wegs gingen wir schweigend. Jede*r bei sich, mit den eigenen Gedanken, mit den eigenen Schritten beschäftigt. Der Blick auf den Weg vor uns, um nicht über Wurzeln zu stolpern oder auf Steinen auszurutschen. Am meisten mochte an diesem Ausflug, mich selbst zu spüren. Das Schwitzen, die Anstrengung, die Arbeit der Muskeln. Dafür sind unsere Körper gemacht.

Ein großer Teil der Strecke führt durch den Wald
Die Birnen werden reif – das erinnert mich an das Buch „Alte Sorten“, meine Lieblingsspätsommerlektüre
Der Mais ist schon gelb.

Schöne Aussicht

Das mit der schönen Aussicht ist wörtlich gemeint. Von dort oben hat man einen wunderbaren Blick auf die Alpen. Dort liegt die „schlafende Jungfrau“, wie man die Bergkette rund um den Wendelstein auch nennt. Je nach Gehtempo ist man von unten ungefähr eine Stunde lang unterwegs. Wir sind hin und zurück um die 5,5 km gegangen.

Oben angekommen, kann man die schöne Aussicht genießen und sich stärken. Im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ wird man nicht nur sehr freundlich bedient, sondern kann auch übernachten. Es gibt eine kleine Kapelle und Infotafeln, um zu verstehen, was man da sieht.

Ich hatte Pommes und einen Salat – dabei gab es eine gute Auswahl an vegetarischen und sogar veganen Speisen, so richtig angesprochen hatten sie mich aber nicht. Besonders lecker war die Limonade: eine erfrischende Brombeer-Limette, genau richtig an diesem schwülen Tag. Kuchen und Nachtisch esse ich normalerweise keinen, meistens ist er nicht vegan. Ich durfte die Manner-Waffel zum Kaffee meines Mannes naschen.

Fast da bei der schönen Aussicht.
Blaue Wegwarten am Wegesrand.
Die schöne Aussicht von der Restaurantterrasse aus.

Nach einer ausgedehnten Mittags- und Kuchenpause ging es dann gestärkt wieder nach unten. Der Rückweg kommt uns immer schneller vor als der Aufstieg. Im Restaurant habe ich mir – wie auch in Bad Feilnbach schon – noch einen Stempel für mein Tagebuch geben lassen. Eine schöne Erinnerung an den Tag. Die Seite

Sogar einen Stempel für mein Tagebuch habe ich bekommen.

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