Mein Quartalsrückblick 3/2021 – Erfolge, Melancholie und Emotionen

Auch, wenn ich im letzten Quartalsrückblick festgestellt habe, dass ich mir nicht sicher bin, ob dieses Format für mich so funktioniert, will ich das Jahr dennoch voll machen mit den Rückblicken. Am Ende ist es doch erhellend so zusammengefasst zu lesen, was alles passiert ist, was mich beschäftigt hat und wie es mir ergangen ist. 

Deshalb hier, mit ziemlicher Verspätung, eine kleine Rückblende auf das Quartal 3/2021, monatlich geordnet und am Ende mit Erkenntnissen und Statistiken.

Juli

Starkmacher

Der Monat startet mit dem Starkmacher-Wochenende vom Marburger Kreis in Friedrichshafen. Ich erlebe Gemeinschaft und Zugehörigkeit, habe schöne Gespräche und Begegnungen, treffen Menschen wieder, die ich vor einem Jahr kennengelernt habe oder  die in meinem Mutkurs zu Beginn des Jahres  waren. Besonders berührt bin ich von einer Teilnehmerin, die der Mutkurs so inspiriert hat, dass sie ihr entstandenes Journal mitbringt und uns zeigt, wie sehr ihr diese Art des Gestaltens geholfen hat, durch eine schwierige Zeit zu gehen. Ich bin begeistert und beeindruckt, welche Kreise mein Wirken ziehen kann.  Das Starkmacher-Seminar hat mein Herz ganz voll und weit gemacht.

Sommerskizzenbuch

Im Juni begonnen läuft in den Juli hinein der Sommerskizzenbuch-Onlinekurs.  Die Teilnehmerinnen haben in diesem Jahr zum Kurs ein Materialpaket bekommen. Sie zeichnen begeistert, stellen interessante Fragen und füllen ihre Skizzenbücher. Die Zoomcalls zum Kurs machen mir große Freude, es gibt tolle Rückmeldungen und einige Aha-Erlebnisse.

500 Euro von den Einnahmen des Sommerskizzenbuch-Kurses habe ich an Refugio-München für die Unterstützung der kunsttherapeutischen Arbeit gespendet.

Mangel und Fülle

Der Monat zeigt sich in einem vollen Spektrum an Fülle. Nicht nur ist es finanziell mein bisher bester Monat in diesem Jahr, sondern auch die Themen und Termine verdichten sich zum Ende des Monats hin. Ich habe zahlreiche private Sorgen auf dem Tisch (Schulthemen mit dem Wolf, die Prüfungen und Nachprüfungen der Tochter und alles, was da in einem Familiengefüge in diesen Zusammenhängen aufploppt). Ausserdem nähern wir uns den Ferien, was viele Termine, Elternarbeitszeit und Feierlichkeiten mit sich bringt. Ich fühle mich zunehmend erschöpft und mental im Mangel.

Kreativ

Neben dem Sommerskizzenbuch-Onlinekurs bin ich wenig kreativ. Ich habe auf dem Starkmacher-Wochenende kleine Schachteln gestaltet und das Kallizine 2 auf die Reise geschickt. 

Im Künstlerpakt haben wir eine Pause, das Perpetual Journal ruht ebenso wie mein kleines Moleskine. Stattdessen arbeite ich gemeinsam mit dem Mann an meiner Website, die ich ab August dann unter der neuen Url laufen lassen möchte.

 

August

Pünktlich zum ersten August geht also diese Website hier, vorerst nur mit dem Blog, an den Start. Nach und nach werde ich die anderen Inhalte hinzufügen, sodass ich langfristig die jademond.de und kallimagie.de Websites archivieren bzw stillegen kann.

 

August Art Journal

Die Ferien beginnen und mit ihnen auch das nun im dritten Jahr stattfindende August Art Journal mit 273 Teilnehmer:innen. Im August gibt es nun jeden Tag einen kleinen Video-Impuls. Die Videos sind auf Youtube in einer Playlist gespeichert. Der Youtube-Kanal wächst auf 228 Abonnenten, ebenso die Newsletter-Liste. Ich freue mich über die Freude und Rückmeldungen der Teilnehmer:innen. Ganz viele Menschen spenden in die Teekasse. Das rettet mich finanziell über den August, wo keine Kurse und sonstigen Aufträge, sondern Ferien und Familienzeit geplant war.

Ferien

Mit den Kindern fahre ich zu meinen Eltern und verbringe einige Zeit dort. Statt der gewünschten Erholung und Leichtigkeit stellt sich Melancholie ein. Ich beobachte das schon seit ein paar Jahren. Dennoch habe ich eine gute Zeit. Die nutze ich zum Lesen, Schreiben und für Spaziergänge. Ich treffe meine Freundinnen in Leipzig und einen Freund. Dann fahre ich ohne die Kinder weiter nach Bad Kreuznach, wo ich ein paar Tage mit dem Mann und Maren verbringe.

Less but better

Über den Sommer begleitet mich der Leitspruch “Weniger aber besser”, inspiriert von der Lektüre des Buches “Essentialism”. Ich überlege, welchen Bezug es zu meinem Leben und meiner Arbeit gibt. Ich miste aus, räume auf, sortiere durch meine Notizbücher und Bulletjournals, trenne mich von vielen, deaktiviere meine Twitter-Accounts und bringe mit dem Tochterfreund Sperrmüll weg, der sich schon seit Monaten vor unserer Tür sammelt. Ein herrliches Gefühl.

Wunder und Vertrauen

Nach dem Urlaub und den vielen Gesprächen mit dem Mann und Maren kommt auch mein Vertrauen, meine innere Fülle und Wunder zurück. Zurück aus dem Urlaub bringt mir die Post einen ganz besonderen Schatz. Ich hatte mir bei einer kanadischen Schmuckdesignerin eine wunderschöne Kette bestellt, die ich nun öffnen und um den Hals tragen darf. Diese Kette bedeutet mir besonders viel. Zum einen, weil ich sie von Geld gekauft habe, das mein Bruder mir geschenkt hat. Zum anderen, weil mich das Symbol des Bechers oder Kelches an meine Vision erinnert.

Gesundheit

Auf meinem Zettel standen lange Termine, die ich immerzu vor mir hergeschoben habe. Nun habe ich endlich ganz viele davon ausgemacht. Zahnarzt, Physiotherapie, Orthopädie und ein Blutbild zum checken meiner Blutwerte. Das kostet mich viel Mut. Am Ende sind die Laborbefunde toll und eine deutliche Verbesserung zu den letzten Jahren erkennbar. Das freut mich sehr. Vor allem meine Vitamin D-Werte sind nun nicht mehr im Mangel, sondern im Normbereich. Da bringen die regelmässigen Drinks* und Spaziergänge doch etwas.

*schreib mir gern eine Email, wenn du mehr darüber wissen möchtest.

Kreativ

Neben Zeichnungen im August Art Journal und meinen Reisenotizen habe ich das Kallizine 3 zum Thema Klagelied, gotische Schrift und mehrschichtig versendet.

Ich arbeite immer mal wieder in meinem Mutjournal.


September

Trotz erfüllenden Sommererlebnissen und einer guten Zeit mit meiner Familie und meinen Freund:innen, Camping und Freude bin ich erschöpft, fühle mich verlassen und wütend. Ich nehme die psychosomatische Sprechstunde bei meiner Therapeutin wahr, danach geht es mir langsam wieder besser.

Nach den Ferien gehe ich mit den Jungs regelmässig ins Schwimmbad. Die Jungs sind motiviert, schwimmen zu lernen. Mit Einführung der kostenpflichtigen Tests und den eingeschränkten Öffnungszeiten der Testzentren fallen aber dann auch unsere Schwimmbadbesuche weg, gerade als die Kinder wirklich Fortschritte bei ihrer Sicherheit und ihrem Vertrauen im Wasser gemacht haben. Das ärgert uns sehr. 

In der Schule beginnt Ende September der Nachmittagsunterricht und meine Arbeit an der Schule. Ich nehme an einem erste Hilfe Kurs teil. Neben meinen eigenen Themen beschäftigen mich die Kinder. Der Wolf startet seine neue Stufe daheim, die Tochter ist orientierungslos. Jede Woche stehen Termine mit Therapeut:innen im Kalender, die Sorgen sind groß, die Ratlosigkeit auch. Anfangs gelingt es mir noch, trotz der vielen Termine und Anforderungen gut auf mich zu achten, später wird mir alles zu viel.

Der Sterngucker kippt ein Glas Schokodrink über meinen alten Laptop, wo noch nicht alle Daten auf den neuen Laptop übertragen waren. Die Daten sind verloren, der laptop auch. Das Backup lässt sich nicht lesen. Ich habe alle Kinder- und Familienfotos von 2012-2020 verloren. Die Solaranlage geht kaputt und muss repariert werden. Auch unsere Spülmaschine will ausgetauscht werden. 

Per Post und Email bekomme ich ganz viel Wertschätzung: Briefe, Karten und liebe Zeilen. Mein Herz wird ganz warm.

Kreativ

Auch im September habe ich an einem Kallizine teilgenommen und den Kreativ-Summit vorbereitet. Hier und da sind ein paar kleine Arbeiten für mich selbst entstanden. Ausserdem habe ich einen Auftrag für einen Taufspruch umgesetzt und einen Artikel für das Handschrift Magazin geschrieben.

Weiterbildung

Im dritten Quartal habe ich auch wieder einge Weiterbildungen mitgemacht. Das waren vor allem Masterclasses mit Karin Wess und der Kurs “Marketing without Social Media” mit Leonie Dawson.

Statistik

  • kallimagische Blogposts veröffentlicht: 26
  • Investition in Weiterbildung, Coaching, Fachwissen: ca 450 Euro
  • Kurse verkauft: 31 (und ein Gutschein, ein Taufspruch)
  • Inspirationsbriefe (Newsletter) verschickt: 8 + 31 Emails zum August Art Journal

Gelesen

  • Sei reich und glücklich, Gabriele Werstler, Band 2
  • Der Wal und das Ende der Welt ★★★★★
  • Der geheime Schwimmclub ★★★★☆
  • Offene See ★★★★★
  • Der Gesang der Flusskrebse ★★★★★
  • Untenrum frei (Hörbuch)
  • Essentialism
  • Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
  • Der Brand, Daniela Krien ★★★★★
  • Altes Land, Dörte Hansen ★★★★★

 

Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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